Aktuelle Ausstellungen

Kunst Schenken!

Weihnachtsausstellung

 
Gemeinschaftsausstellung von

Michael Benning, Malerei, Salzdahlum

Otto Fischer, Bildhauer, Kassel

Paula Gottschlich, Malerei, Salzdalum

Mirsad Herenda, Bildhauer, Bremen

Maria Mathieu, Druckgraphik und Zeichnung, Sottrum

Jub Mönster, Kugelschreiberzeichnungen, Bremen

Ilka Rautenstrauch, Bildhauerin, Bremen

Imke Reinecke, Holzschnitt, Achim

Ragna Reusch, Schnitzerin, Ahausen

Eberhard Szejstecki, Bildhauer, Bremen

 
Ausstellungszeitraum
Sonntag, 26. November bis 17. Dezember 2017

Öffnungszeiten Sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr

Meine Damen und Herren, liebe Gäste,

Wir haben die Ausstellung Kunst schenken betitelt. Schenken ist Kunst hätte sie auch heißen können. Das Schenken ist mit dem vor uns liegendem Weihnachtsfest eng verbunden. Und das ist für viele Menschen eine große Herausforderung. Sie werden sie kennen diese Situationen: Sie zwingen sich dazu, ein Lächeln zu zeigen, gleichzeitig geht Ihnen der Gedanke durch den Kopf – wie ist das möglich, dass dieser Mensch mir dieses Geschenk überreicht, er müßte es doch besser wissen, mich besser kennen. Dann kennen Sie natürlich auch die andere Seite: Ihre Freude ist Ihnen anzusehen, eine gewisse Rührung macht sich breit und der Gedanke, meine Güte, wie schön, wie konnte dieser Mensch wissen, was mich so erfreut. Ich denke, fast jeder unter Ihnen kann diese Situationen nachempfinden. Schenken ist keine einfache Sache, da mit vielen Erwartungen besetzt, und das auf beiden Seiten der Handlung. Es ist eine der ältesten Kulturpraktiken unserer Gesellschaft. Schenken muß erlernt werden. Es gibt sie, die enthusiastischen Schenker, diejenigen, die Schenken weil es Konvention ist und die Verweigerer, die sind heute hoffentlich Zuhause geblieben. Ich möchte zu dazu anregen doch mal auszubrechen aus dem üblichen Markt der Geschenke. Entscheiden Sie sich dafür, Kunst zu verschenken. Umtausch ausgeschlossen. Es gehört allerdings ein gewisser Mut dazu, daß muß ich gestehen. Seien Sie versichert, dass sie damit 2. Menschen beschenken, nämlich die Ihnen vertraute Person und die Künstlerin/ den Künstler, die mit ihrer Anerkennung und Wertschätzung beschenkt werden.

Jub Mönster

zum Künstler

Jub Mönster stellt Kugelschreiberzeichnungen vor. Detailliert gezeichnet Szenen, die flüchtig betrachtet wie ältere Fotografien wirken. Das ungewöhnliche Arbeitsmittel des Kugelschreibers nutzt der Künstler zur exakten Linienführung und sorgsam herausgearbeitete Lichteffekte. Es ist eine gewisse Stille, die diesen Zeichnungen innewohnt.

Maria Mathieu

zur Künstlerin

Druckgrafik ist ein Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens von Maria Mathieu. Eines ihrer Themen sind die Amazonen. Maria Mathieu arbeitet anlog statt digital, eine alte Technik grafischer Reproduktion mit der sie Themen unserer Zeit aufgreift, ohne sich an den Zeitgeist anzubiedern. Sie sehen Unikate, die im Handdruck entstanden sind. Als Hintergründe werden Siebdrucke oder Radierungen verwendet.

Imke Reinecke

zur Künstlerin

Die Druckgrafik ist auch ein Schwerpunkt bei Imke Reinecke. Anders als bei Maria Mathieu arbeitet sie abstrakt. Der Fokus liegt bei den hier gezeigten Holzschnitten auf Form und Farbe. Die Arbeiten bestechen durch ihre Klarheit in der Form und die Anordnung der Farbflächen zueinander. Sie vermitteln keine Erzählung sondern es sind Farbklänge, Kompositionen, die sinnlich erfaßt werden müssen.

Ilka Rautenstrauch

zur Künstlerin

Ilka Rautenstrauch liebt das Holz, besonders die Pappel. Es sind menschliche Figuren, die sich einer grundsätzlichen Einordnung – Mann/Frau widersetzen. Verletzliche Gestalten wunderbar zart und glatt ausgearbeitet. Sie läßt Schönheiten entstehen, die mit der glatten Oberfläche scheinbar um Berührung bitten.

Otto Fischer

zum Künstler

Otto Fischer schafft auch Gestalten. Sein Werkstoff Bronze ein harter Werkstoff, mit dem Fischer es dennoch schafft, den figürlichen Darstellungen eine filigrane Erscheinung zu gegen. Auch er läßt offen, wen wir sehen. Das ist natürlich Kalkül, der Betrachter sieht, was er sehen möchte.

Eberhard Szejstecki

zum Künstler

Eberhard Szejsteckis Werke stecken voller Psychologie. Die Terrakottafiguren vermitteln etwas wie existentielle Einsamkeit, manchmal Naivität oder Traurigkeit. Die Beobachtungsgabe des Künstlers ist Grundlage für diese Wirkung. Der unbeholfene Eindruck, den die meist kleinen rundlichen Figuren vermitteln, ist die Folge feinster Arbeit.

Paula Gottschlich

zur Künstlerin

Von Paula Gottschlich haben wir 3 Arbeiten in der Technik Enkaustik gehängt. Die Frauendarstellungen kommen ein wenig verschwommen daher. Diese Bilder lassen ebenfalls Raum für Phantasie, Wiedererkennung aber auch Befremden. Paula Gottschlich geht es in ihren Arbeiten stets um den Versuch, Innerlichkeiten abzubilden.

Mirsad Herenda

zum Künstler

Mirsad Herenda arbeitet figürlich exakt wirklichkeitsgetreu wenn er die Tiere modelliert und in Bronze gießen läßt. Kraft und Lebensfreude werden sichtbar. Die andere Seite von Mirsad Herenda ist die Darstellung von Entwurzelung, Ausdruck von Heimatlosigkeit oder zerrissener Lebenswege von zB. geflüchteter Menschen. Hierfür stehen die von ihm geschaffenen Bäume.

Michael Benning

zum Künstler

Michael Bennings Arbeiten kommen zunächst unspektakulär daher. Landschaftsmalerei – ein mutiges Unterfangen in dieser Zeit. Es ist der Himmel, der seine Darstellungen bestimmt. Die Landschaft seiner Heimat, die niemanden aufregt ,setzt er mit Ölpastellkreide sensibel in Szene und gibt dieser eine Würdigung.

Ragna Reusch

zur Künstlerin

Mit Ragna Reusch Figuren kommt Bewegung in den Raum. Bewegung ist ein zentrales Thema der Bildhauerin, die sich selbst als Schnitzerin bezeichnet. Normalerweise ist die Kettensäge Ihr Werkzeug. Exklusiv Für diese Ausstellung hat Ragna Reusch zum Schnitzmesser gegriffen. Die Grazilen Damen aus dem Haselnußstrauch sind fein ausgearbeitet. Die Bemalung verleiht den Figuren eine gewisse erotische Ausstrahlung.